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Deutsche und Hereros und Namas – eine Synopse der Meinungen

So, Jan 20, 2008

Dossier Genozid

Hier eine Übersicht der wichtigsten Stimmen zum Verhältnis der Deutschen, in Deutschland und Namibia, und den Hereros und Namas und dem Stand der Versöhnung. War es ein Genozid, der Wiedergutmachung erfordert?

  • Last update: Mai 2009

Meinungen aus Deutschland

> Linke Positionen


  • Bundesdeutsch-namibischer Versöhnungsdialog in der Sackgasse (November 2007)
    Ja, erklärt Peter Schellschmidt in der “afrika süd”, die Schutztruppen haben 1904 im Namen des Deutschen Reiches im damaligen Deutsch-Südwestafrika Genozid am Volk der Herero begangen. Auch die Nama und Damara wurden nicht geschont. Dennoch: Den Vergleich mit dem Holocaust halte er für eine unzulässige Verharmlosung desselben. Endlich mal Vernunft aus der linken Ecke!
  • Tatbestand Völkermord in der Tageszeitung “junge Welt” (Nov 2006)
  • Ein aufschlussreiches Gespräch mit Henning Melber über den deutschen Genozid an den Herero und Nama und namibische Forderungen nach Wiedergutmachung und über das Verhältnis der SWAPO zur DDR ehemals und heute und einen Besuch Margot Honeckers 2005 in Windhoek. Es müßten die tiefenpsychologischen Wurzeln offengelegt werden, die es ermöglichen, daß es nach wie vor gelingt, Kolonialgeschichte relativierend darzustellen – so wie das auch eine Zeitlang im Umgang mit dem deutschen Faschismus geschah, so Melber.


> Konservative Postion

Meinungen aus Namibia

> Deutschsprachig progressiv

  • Deutschsprachige Namibier sind bewiesenermaßen lernfähig (2003)
    Die Bewältigung des Herero-Krieges von 1904 sei Sache beider namibischen Gruppen, der Herero und auch der Deutschsprachigen. Beide würden die Verantwortung für die Gestaltung einer freien Gesellschaft in einer friedlichen Zukunft tragen, so Hans-Erik Staby, einer der prominentesten deutschsprachigen Namibier im Jahre 2003.

> Deutschsprachig konservativ

  • Im Schatten des Genozid (2006)
    Eberhard Hofmann, Redakteur der AZ-Namibia, bespricht das Buch der Genozid-Verfechter, das der Herausgeber und Koautor, Dr. Henning Melber, letzthin in Windhoek selbst vorgestellt hat: “Genozid und Gedenken – Namibisch-deutsche Geschichte und Gegenwart. “

  • Entrümpelung der von Trothaschen Proklamation des Jahres 1904 (2004)
    Heiner Schneider-Waterberg, geb. am 22. November 1931 in Windhoek, geht anhand von Originalquellen der Kontroverse um den Schießbefehl Von Trothas nach. Der Autor ist auf der elterlichen Farm am Waterberg aufgewachsen, beherrscht Otjiherero, ist eng vertraut mit der Häuptlingslinie Kambazembi und widmet sich neben seinem Beruf als Landwirt (seit 1957) der Geschichte und dem Quellenstudium.

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