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Herero-Genozid: Die wahren Revisionisten und ewig-gestrige Sozialisten

Di, Okt 6, 2009

Dossier Genozid

Auf dem Garnisonsfriedhof in Neukölln steht seit Jahrzehnten der sogenannte Afrikastein, der an sieben gefallene Soldaten der deutschen Schutztruppe in Namibia erinnert. Nun plante der Berliner Bezirk Neukölln in der jüngsten Vergangenheit, diesem Gedenkstein einen neuen Gedenkstein hinzuzufügen, der endlich auch wiederum der namibischen Opfer der Schutztruppe gedenken sollte.

So weit, so gut.

Doch der nun angefertigte Gedenkstein, der neben dem bereits vorhandenen platziert werden sollte, sprach lediglich vom „Kolonialkrieg“ in Namibia – und “verschwieg” den deutschen Genozid! Das war zuviel für den Berliner Entwicklungspolitische Ratschlag und andere Organisationen (siehe Presseerklärung der letzten Woche)

Das sei eine nicht hinnehmbare Verharmlosung von Völkermord, sagte Armin Massing vom Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlag. Die Grundlage für Versöhnung mit Namibia sei, die von Deutschen begangenen Taten in ihrer Grausamkeit zu benennen und anzuerkennen. Stattdessen werde aus Angst vor möglichen Entschädigungsforderungen der Begriff „Völkermord“ vermieden.

Daraufhin hinterließen wir einen Kommentar im Blog der “Gesellschaft für bedrohte Völker”, wo über diese Verwicklungen im Zusammenhang mit der Enthüllung des neuen Gedenksteines in Neukölln berichtet wurde. Doch unserer Kommentar, der anzweifelte, dass die Grundlage der Versöhnung mit Namibia die Anerkennung des “Genozids” sei, wurde nicht genehmigt und folglich auch nicht veröffentlicht.

So weit, so akzeptabel.

Am Wochenende fand dann die Einweihung des Gedenksteines statt – ohne, dass der  ”Genozid” auf der Gedenkstein erwähnt wurde.

Diese Einweihung nahm die “Gesellschaft für bedrohte Völker” dann zum Anlass, erneut einen Blogbeitrag zu veröffentlichen. Doch in dem Blogbeitrag wurde der nicht erwähnte “Genozid” erneut nicht erwähnt – stattdessen wurde erstaunlicherweise dann doch Bezug genommen auf unseren unveröffentlichten Kommentar!

Überraschung! O-Ton des Redakteurs:

Warum ich das extra betone [ Anm. der Red: Dass es angeblich Revisionisten gibt, die den Genozid leugnen, die den Hereros die Schuld geben, die sich aus der deutschen Verantwortung herausstehlen wollen] Wir hatten vor einigen Tagen einen Kommentar der „I-Namibia“, der den Genozid an den Herero leugnete und uns im Gegenzug eine Leugnung des Holocaustes unterstellte. So schrieben die Autoren: „Das im Nachhinein als Völkermord zu bezeichnen, schmälert auch die Leistung der Hereros, die anstatt sich zu ergeben lieber die Flucht nach Botswana wählten. Nachvollziehbar, heroisch gar, aber fatal — und nicht das Produkt deutscher Mordgelüste.“ Solche Ausführungen verhöhnen die Opfer. Denn Throtas [sic - der Autor meint von Trotha] Befehl war eindeutig. Eindeutig auf Vernichtung und Mord ausgelegt. Damit ist die Grundlage für Genozid erfüllt. Wir wollen diesen Kommentar nicht veröffentlichen, weil wir solch äußerst problematischen Äußerungen keine Plattform bieten wollen.

Ein herrliches Demokratieverständnis, aus vermeintlichem Scham den fremden Kommentar nicht zu veröffentlichen, diesen aber dann doch selektiv zu zitieren.

Und einen ganz entscheidenden Vorteil hat der besagte Kommentar von „I-Namibia“ auch – sie wagen sich endlich aus der Deckung raus, man kann ihnen auch inhaltlich begegnen und sie nur dringendst dazu aufrufen, sich der Realität (nämlich der deutschen Verantwortung am Herero- Genozid) nicht mehr zu verschließen.

Sie sind ja lustige Vögel. Inhaltlich begegnen – aber den Kommentar nicht veröffentlichen. Und dann auch die Fakten aus dem unterdrückten Kommentar verfälschen!

Mitnichten haben wir behauptet, dass sie den Holocaust leugnen. Es ist nur unsere Auffassung, dass wer die Herero dazu ermutigt, sich auf eine Stufe mit den Opfern der Judenverfolgung im Dritten Reich zu stellen, den Holocaust verharmlost!

Wir haben nur darauf hingewiesen, dass in der Regel bei den Herero-Genozid-Verfechtern generell das Bedürfnis zugrunde liegt, den ,,kolonialen Genozid” als kausalen Ursprung des Völkermords des Nazi-Regimes an den Juden zu identifizieren und so die Verbrechen der Nationalsozialisten monokausal auf die Tradition des europäischen Kolonialismus zurückzuführen — eine klassisch extremlinke Position.

Insgesamt sind aber solche Einschätzungen das Ergebnis der Probleme der jeweiligen Autoren mit ihrer eigenen Geschichte, übertragen auf einen anderen Kontinent und in eine andere Zeit. Es sind Projektionen! Es ist an der Zeit, die Afrikaner nicht allein als Opfer zu sehen, sondern als Akteure ernst zu nehmen und auch ihre Leistung zu würdigen.

Denn die Herero gingen zu Kriegsbeginn professionell und überlegt vor. Dem Aufstand waren durchdachte strategische Planungen vorausgegangen. Aufgrund der jahrzehntelangen Kriege, die sie im 19. Jahrhundert gegen die Orlam-Afrikaner und Nama führen mussten und wollten, waren sie nicht nur mit taktischer Kriegführung, sondern auch mit neuzeitlicher Waffentechnik vertraut.

Das Kriegsglück am Waterberg hatte sich auch deshalb monatelang die Waage gehalten, und die Tendenz auch des sorgfältigsten auf deutsche Quellen beruhenden historischen Resümees läßt darauf schließen, daß die Schlacht von Hamakari unentschieden blieb.

Die deutsche Schutztruppe hatte nicht die leiseste Ahnung davon, daß gen Kriegsende die Hereros abermals die Initiative ergriffen hatten und als Nation einen Exodus ins Exil und in den Tod gewählt hatten, anstatt den Krieg fortzusetzen mit der letzt endlichen Aussicht auf ein Überleben unter kolonialer Unterdrückung. Dem Generalstab wurde schlichtweg klar, daß das, was ein Desaster gewesen war –nämlich die Tatsache, daß die Hereros keinesfalls bei Hamakari geschlagen waren, trotz äußerster Anstrengung aller Kräfte der gesamten, inzwischen völlig erschöpften und exponierten Truppe – sich plötzlich in einen “Sieg” verwandelt hatte. Und sie nutzen das voll aus.

Überlebende Herero nach der Flucht durch die WüsteDiesen unglückseligen Versuch, eine verwirrte, beziehungslose und teure militärische Situation zu rechtfertigen, als bare Münze zu nehmen – wie es auch viele zeitgenössische Kolonialschriftsteller taten, wahrscheinlich vom Drang beseelt, als Kriegshelden zu erscheinen – ist geschichtlicher Unsinn; und einen “Genozid” daraus zu machen ein um so größerer.

Der Chor der Historiker, die dies taten, bestand fast ausschließlich aus Nicht-Namibiern, die keine realistischen Vorstellungen von den hiesigen Verhältnissen hatten. Es gibt keine Möglichkeit, das gesamte östliche Zentralnamibia abzuriegeln, und so eine Leistung ist selbst von einer so modernen Armee wie der Südafrikas bislang noch nicht vollbracht worden. Nicht einmal Farmer konnten es mit dem Ziel, die Verbreitung von Viehseuchen zu verhindern. Bis zum heutigen Tage.

Im Hinblick auf die Zahlen und Statistiken ergibt sich nicht die Geschichte einer massiven Kriegsmaschine aus kaltblütigen Killern, die die Hereros wie Ungeziefer vernichtet haben, sondern ein umfassendes, wenn auch verdecktes Bild des Elends, der Unfähigkeit, des Leidens und der Schwäche. Es ist einfach nicht wahr, daß, sobald der Morgen des 12. August bei Hamakari graute, die deutsche Truppe aufbrach, um die entflohenen Hereros ins Sandfeld zu treiben, damit sie dort umkämen, wie es die gegenwärtige Mythe angibt. Einige Offizier und Mannschaften wurden losgeschickt, um die Hereros auszukundschaften und festzustellen, wie die Lage war – eine Maßnahme, die vom Generalstab geschickt als “Verfolgung der Hereros in das Omaheke” dargestellt wurde, da man unbedingt den Anschein der Aufrechterhaltung einer umfassenden militärischen Aktion erwecken wollte.

In Wirklichkeit brauchten die Soldaten fast 2 Wochen, um sich von der Schlacht so weit zu erholen, daß sie sich überhaupt bewegen konnten, während ihre Pferde starben und die Soldaten verzweifelt nach Wasser suchten. Die wenigen verbliebenen Wasserlöcher waren mit verwesenden Rinderkadavern sowie mit den Leichen von Herero-Männern, Kindern und Frauen verseucht. Die “Verfolgung” der Hereros, die sich entschlossen hatten, kolonialer Unterdrückung zu entfliehen, indem sie als Volk in Richtung Botswana auswanderten, wobei Tausende entsetzlich in der Wüste umkamen, dauerte 10 Monate und bestand meist aus ergebnislosen Kundschaftszügen und dauernder Suche nach Wasser und Schutz vor der Sonne, auf den Spuren von Leichen und trockenen oder vergifteten Wasserlöchern.

In diesem Rahmen spielen bei den Genozid-Vefechtern die Kongruenz historischer Details sodann kaum eine Rolle mehr. Zwar wird inzwischen eingeräumt, dass der Schießbefehl Lothar von Trothas nach einigen Wochen wieder aufgehoben wurde, doch nirgends wird genau recherchiert, ob und wo und mit welchen Verlusten für die Herero während der Wochen, da der Befehl in Kraft war, die Intention in die blutige Tat umgesetzt wurde.

Und nein, wir sind keine Kaisertreuen. Wir sind noch weniger Nazis oder Neonazis – diese lehnen wir aus tiefster Überzeugung ab. Wir verfolgen keine revisionistischen Absichten. Der Vernichtungsbefehl war ein Kriegsverbrechen. Und nein, die deutsche Kolonialschuld wird durch diese Argumentation nicht bagatellisiert. Der Kolonialismus war brutal und erbarmungslos. Doch er ist passiert – und die Hereros haben sich (wohl zu Recht) dagegen aufgelehnt und den Deutschen den Krieg erklärt. Und haben diesen Krieg dann verloren. Punkt. So wie sie davor Kriege gegen die Nama verloren und gewannen – von der Verdrängung und Ausrottung der San (Buschmänner) ganz zu schweigen. Und so wie Deutschen dann gleich zwei Kriege im Anschluss verloren.

Solch einen, wenn auch fürchterlichen und sinnlosen Krieg in Nachhinein als Genozid zu bezeichnen, in welchem angeblich deutsche Übermenschen die wehrlosen Eingeborenen ohne deren leisester Vorahnung besinnungs- und erbarmungslos niedergemetzelt haben sollen – das verhöhnt die Opfer der Herero!

Denn es entspricht ja überhaupt auch nicht dem Selbstbild der Herero, sich selbst als wehrlose Opferlämmer zu sehen, die von den deutschen Monstern zerfetzt wurden. Wer je die alljährlichen Gedenkfeiern der Herero zu diesem Kriege erlebt und dort gesehen hat, wie die Herero in ihren den deutschen Schutztruppen nachempfundenen Fantasieuniformen marschieren und die Deutschen parodieren, fast so wie die Rheinländer die Franzosen während des Karnevals, der weiß wie absurd es ist, dass die Herero ausgerechnet so respektvoll die Uniformen desjenigen ehemaligen Kriegesgegners zitieren würden, der sie, ihr Volk, ihre Frauen und Kinder, angeblich so hinterhältig und in voller Absicht in die Omaheke zum erbärmlichen Verdursten gelockt haben soll.

Es ist kein Zufall, dass der ostdeutsche Forscher Drechsler in der 60er Jahren des letzten Jahrhunderts die Genozid-Theorie wieder ins Spiel brachte – wie oben erwähnt, das war ein elementarer Bestandteil der sozialistischen Kapitalismuskritik. Und erst aus diesen Quellen hat sich die Genozid-Theorie auch unter den Herero verbreitet.

In Namibia benötigen wir die Aussöhnung zwischen Deutschen und Herero für eine friedliche Zukunft — was nicht gelingen wird, wenn marxistisch-inspirierte “Historiker” aus Deutschland auf dem Scherbenhaufen ihrer gescheiterten Theoriekonstrukte wenigsten in diesem einen Subdiskurs, “Kapitalismus und Imperialismus”, Recht behalten wollen und den Herero deshalb weismachen, sie könnten wie die Juden Milliarden als Genozid-Entschädigung erhalten. Diesen Geldsegen werden die Herero verständlicherweise mit allen Mitteln verfolgen — auch wenn sie dabei ihren ureigensten Stolz schlucken müssen.

Die Schuld der Deutschen gegenüber den Juden bleibt ewig und wird auch durch ewige Demut höchstens ansatzweise wettzumachen sein. Dies gilt für alle Deutschen, auch für die Deutschen in damaligen Südwest und heutigen Namibia, die damals, wie die Deutschen in Deutschland, mehrheitlich hinter Hitler und seinen Schergen standen.

Doch mit den Hereros kann man sich auf Augenhöhe versöhnen, als ehemalige Kriegsgegner, wie mit Franzosen oder Engländern. Was der deutsche Staat ja eigentlich auch vorbildlich tut, in dem er Namibia, ganz Namibia, die höchste Pro-Kopf-Entwicklungshilfe zukommen lässt.

Wir hätten nichts dagegen, wenn Deutschland endlich eine Historikerkommission einsetzen würde, um die Geschehnisse von 1904 und danach unabhängig zu untersuchen zu lassen.  Es kann nicht sein, dass dieses Thema von ewig-gestrigen Sozialisten monopolisiert wird und diejenigen, die sich dem Begriff “Genozid” nicht kritiklos verschreiben, von den Genozid-Verfechtern ohne Widerspruch als Revisionisten oder gar Rechtsextreme abgetan werden.

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7 Antworten auf “Herero-Genozid: Die wahren Revisionisten und ewig-gestrige Sozialisten”

  1. Es ist gerade etwas spät für einen durchdachten Kommentar, daher will ich jetzt nur soviel sagen, ich verstehe die Wut (zumindest klingt es für mich wütend), aber ich denke, sie ist verschwendet, denn das Vertrauen in die Kraft der rationalen Überzeugung geht da ins Leere, wo der andere nicht aufrichtig handelt, gar nicht handeln kann, weil er von diesen fabrizierten Geschichtsmythen als einer Droge zehrt, wenn man ihm die wegnimmt, hat er nichts mehr.

  2. [...] und verifizierten Höhe anzweifelten. Sie argumentierten eine ausführliche Kritik, die hier nachgelesen werden kann – und die aus meiner persönlichen Sicht deswegen problematisch ist, weil sie anfällig ist [...]

  3. Hajo sagt:

    Ich habe es aufgegeben, mit Leuten eines Volkes wie den heutigen Deutschen zu diskutieren. Die Gehirnwäsche sitzt zu tief, die Menschen sind indoktriniert und logischen Argumenten und Tatsachen völlig verschlossen. Die heilige Kuh ist der vom linken Propagandafernsehen verbreitete Müll fern jeglichem Realismus. Wer sich dagegen stellt wird als Nazi und Rassist beschimpft.

    Dieses rückgratlosene und verbogene Volk kann man nur noch verachten: ich bin schon recht lange nicht mehr stolz, ein Mitglied dieses Volkes zu sein. Die frühere Verklärung ist den Tatsachen gewichen, und der Erkenntnis: Wer nicht im Mainstream mitschwimmt, den macht man fertig, so wie ein Möllemann mal eben aus Versehen vom Himmel gefallen ist.

    Ich habe jahrelang gegen diesen Genozid-Mythos gekämpft und bin deswegen jahrelang als Rassist und Nazi beschimpft worden, so wie es Heiner Schneider-Waterberg und anderen erging, die nicht der Sozialisten-Dreckschleuder Drechsler folgten. Geblieben ist das Gefühl, daß diese Leute es einfach nicht wert sind, sich selbst dafür kaputt zu machen.

    Das größte politische Wohlsein empfindet der heutige Bundesbürger darin, sich in der in der Gosse zu ahlen, und sich den Jauchekübel mehrmals täglich über das eigene Haupt zu kippen und dabei orgasmische Explosionen in seinem kaputtgewaschenen Hirn zu erleben.

    Sorry, sie wollen es nicht anders im Mainstream der vorgegebenen Richtung. Gegen eine so lange Zeit der Gehirnwäsche hat man keine Chance. Die Gehirngänge des eigenen rationalen Denkens sind und bleiben verschlossen.

  4. W aus K sagt:

    I think this article is cool. Hier noch eine Einführung in den Herero-Gedenktag und den dort getragenen Uniformen:

    http://www.az.com.na/kultur/der-hererotag-in-okahandja-wie-es-zu-diesem-gedenktag-kam-und-was-er-bedeutet.3555.php

  5. Dyscalcolon sagt:

    @ Hajo:

    Mit derartigen Beschimpfungen werden Sie in der Tat nichts erreichen…

    Grüße aus der “Gosse”

  6. [...] dem Beitrag des Blogs i-Namibia “Herero-Genozid: Die wahren Revisionisten und ewig-gestrige Sozialisten“  berichtet der Autor u. a. von einer umstrittenen Historikern Namens Brigitte Lau. Sie [...]

  7. Hajo sagt:

    @ Dysalcolon

    Es sind keine Beschimpfungen, es ist eine stichworthafte Auflistung der realen Tatsachen, bei der sich für manchen sogar mal ein kritischer Blick in den Spiegel lohnen könnte, denn er oder sie könnte sich da selbst erkennen.

    Sagte mir neulich ein über diese Situation kopfschüttelnder britischer Freund:
    *Es kann doch nicht wahr sein daß aus diesem ehemals stolzen Volk eine Nation rückgratloser selbstbezichtigender Psychopathen ohne jeglichen Stolz und Selbstbewußtsein entstanden ist….?*

    60 Jahre Brainwashing haben das übrige getan, woraus eben jene “Anständigen” (Wortlaut Schröder) entstanden sind. Andere würden sie Zombies nennen.

    Es geht nicht um Leugnung von Tatsachen schlimmer Verbrechen die geschehen sind, es geht aber um Tatsachen und Wahrheiten, und die Nennung von Lügen die einem niederen Zweck dienen sollten oder sollen, und die Frage, ob ich 60 oder 100 Jahre später, d.h. 3-6 Generationen später mich noch immer beschimpfen oder als zahlender Tretlappen benutzen lasse. Ich sage NEIN, und zwar von niemandem.

    Die Briten lassen sich auch nicht heute dafür beschimpfen, weil sie im Mittelalter 500 Juden in der Stadt York zusammengetrieben und verbrannt haben. Oder im Burenkrieg in KZ´s zentausende Frauen und Kinder umgebracht bzw. erbärmlich haben verhungern / sterben lassen.

    Ich übernehme in diesem meinem Leben keine Schuld für nichts und niemanden, außer für das was ich möglicherweise selbst “angestellt” habe. Und ich wehre mich gegen Dreckschleudern wie einen ehemaligen DDR- Propagandisten und vermeintlichen Historiker der meine Vorfahren und Landsleute mit seiner infam zusammengestrickten Hetzschrift über angeblichen Genozid zu diffamieren versucht. Nicht alle sind dumm genug seine perfide Hetze nicht widerlegen zu können, weil er über die geographischen Verhältnisse zum Zeitpunkt der Geschehnisse nicht einmal ansatzweise die geringste Ahnung besitzt. Aber logische Argumentation brauchte man in der Propagandamaschinerie der DDR ja ohnehin auch nicht, es reichte das Zusammenklauben vermeintlicher Dokumente bzw. derer Fragmente zu einem Machwerk, eine seriöse Recherche ist bis heute nicht angesagt.

    Auch wenn ich nichts erreiche im Schwimmen gegen den brainwashed Strom: meine Selbstachtung erhalte ich mir damit, und die Erkenntnis, wen und was mach abgrundtief zu verachten hat.

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