Fokk, befokkt oder aufgefokkt in siebzehn verschiedenen Variationen
So, Feb 10, 2008
Dossier Deutsche Medien, Südwester
Eine sehr schöne Beschreibung des Südwesterdeutsch, wie es von unserem lässig-coolen Popstar Ees und seinen Kumpels gepflegt wird.
- Ein Südwester in Köln
von Philip.Ritter am 17.01.2008, derzeit Volontär bei der AZ mit eigenem Blog:
München, Flughafen – vor wenigen Wochen: Ich warte auf meinen Anschlussflug nach Windhoek, trinke Kaffee und versuche ein bisschen zu schlafen. Draußen schneit es; die Wartenden lesen oder gucken auf die Rollbahn.Mit wenigen Ausnahmen: Eine Handvoll Mitt-Zwanziger in Surfer- und HipHop-Klamotten, Muschelketten und lustigen Hüten trinken Bier aus geklauten Maßkrügen und unterhalten sich so laut, dass man nicht weghören kann. Während der kommenden zehn Stunden trinken sie den Bordkühlschrank leer, feiern Geburtstag und lassen sich mehrmals von den Stewardessen ausschimpfen.
So weit nichts Ungewöhnliches: Ein paar Deutsche fliegen nach Namibia, starten ihren Urlaub mit einem ordentlichen Besäufnis. Was mich irritiert, um nicht zu sagen: in Rage versetzt, ist ihre Sprache – ein mir vollkommen unbekannter Mix aus Englisch, Deutsch und vermeintlichen Wortkreationen, der die fiesesten Ghettorapper wie Deutsch-Lehrer erscheinen lässt. „Ich like das“, sagt der Typ im Sitz schräg hinter mir, „check das“ oder „der Oukie is n Lorrie-Driver“. „Fokk“, „befokkt“ oder „aufgefokkt“ taucht in siebzehn verschiedenen Variationen auf. Ich staune, schüttele den Kopf und fliehe ratlos zwischen meine Kopfhörer …







Nee Chott man, is mos oulik, ne!