Deutsche Wiedervereinigung: Die blühenden Landschaften gibt es doch
Es ist selbstverständlich im linken “Juste Milieu” Deutschlands, höhnisch und leicht abfällig an Helmut Kohls Anspruch zu erinnern, er wurde für blühende Landschaften im Osten nach der Wiedervereinigung sorgen – weil es Ostdeutschland angeblich und ja offensichtlich immer noch soooo schlecht gehe. Widerspruch zwecklos!

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Um so erfrischende war es, ausgerechnet von einer Vorzeige-Ostdeutschen einfach mal das für “Ausländer” absolut Offensichtliche, dass es nämlich die blühenden Landschaften im Osten schon längst gibt, bestätigt zu bekommen.
SPIEGEL TV: Der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl hat den DDR-Bürgern seinerzeit “blühende Landschaften” im Osten versprochen. Hat er das Versprechen gehalten?
Knuppe: Ich kann gar nicht glauben, dass das schon 20 Jahre her ist. Es sind auch blühende Landschaften entstanden, das muss man wirklich sagen. Wenn ich nach Dresden, nach Halle, nach Leipzig fahre – es hat sich so verändert, das kann man sich gar nicht vorstellen. Wenn ich Bilder vorher/nachher sehe, kann ich das gar nicht glauben. Jetzt nehmen die meisten das so hin. Es ist halt so. Man will sich auch gar nicht mehr erinnern, wie es mal aussah im Osten.
Quelle: einstages
Franziska Knuppe war 15, als die Mauer fiel. Sie hat inzwischen eine Karriere als Supermodel hingelegt hat — das fördert scheint’s auch die Wahrnehmungskräfte. Erstaunlich. Und auch das Erinnerungsvermögen wird geschärft — eine Eigenschaft, die der Mehrheit der Ostdeutschen zunehmends abhanden kommt.
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Mo, Okt 5, 2009
Dossier DDR