WM 2010 in Südafrika: Kein deutsches Trainingslager in Namibia
Di, Jan 6, 2009
Dossier Deutschland, WM 2010
Die ARD hat den deutschen Entwicklungshelfer in Sachen Fußball, DFB-Fußballlehrer Klaus Stärk aus dem Schwabenland,  zu seiner derzeitigen Tätigkeit in Namibia befragt. Und en passant auch gleich noch einmal die Chancen Namibias ausgelotet, Gastgeber für ein Trainingslager der deutschen Nationalmannschaft im Vorfeld der WM in Südafrika zu werden. Unsere große Hoffnung. Doch das Fazit Stärks lautet: Keine Chance! Also nichts neues. Zu klein, zu popelig, zu rückständig seien die Gegebenheiten vor Ort, so Stärk, jedenfalls für eine wichtige und große und glorreiche Fußballnation wie Deutschland.
Na super, mehr wollten wir nicht hören.
- Ich kann hier etwas aufbauen
- Interview mit DFB-Fußballlehrer Klaus Stärk auf sport.ard.de vom 05.01.2009
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Jetzt sind Sie in Namibia. Hat ihre Entsendung etwas mit der bevorstehenden WM 2010 im Nachbarland Südafrika zu tun?
Stärk: “Die Entsendung kommt sicherlich zur richtigen Zeit und auf Bitten des namibischen Verbandes, hat aber nicht direkt etwas mit der WM zu tun. Namibia ist ein junges Land und hat einen jungen Fußball-Verband, der in manchen Bereichen noch unterentwickelt ist, hier denke ich in erster Linie an die Trainerausbildung und den Jugendfußball. Ich kann hier etwas aufbauen, wir sind bereits auf einem guten Weg.”
In Namibia hoffen die Leute, dass sie wirtschaftlich von der WM im Nachbarland profitieren können. Wird das so sein?
Stärk: “Das wird ganz sicher so sein, denn die ganze Region wird vor und während der WM in den Fokus der Weltöffentlichkeit geraten. Rein touristisch werden gerade die Nachbarländer Südafrikas wie Mozambique, Botswana und Namibia sicher stark profitieren.”
Wird die Hoffnung erfüllt werden, dass die deutsche Nationalmannschaft im Vorfeld der WM ein Trainingslager in Namibia bezieht?
Stärk: “Da bin ich eher skeptisch, denn Namibia fehlt es doch noch an einer entsprechenden Infrastruktur. Im ganzen Land gibt es eigentlich noch keine Hotelanlage, die den Bedürfnissen eines Teams von der Kategorie Deutschlands entspricht. Hinzu kommt, dass die Sportanlagen qualitativ nicht ausreichend sind. Die Rasenplätze sind nicht gut genug, es fehlen auch Anlagen zur körperlichen Pflege der Spieler.”
Vorteil wäre aber sicher die Höhenlage Namibias.
Stärk: “Windhoek liegt auf rund 1700 Metern und damit in ähnlicher Höhe wie viele Spielorte der WM. Von daher wäre es tatsächlich gut. Auch weil die Spieler in Namibia etwas abgeschieden vom großen WM-Rummel wären. Von daher kann ich mir gut vorstellen, dass eine kleinere Nation Namibia als Vorbereitungsort nutzt. Nur nicht unbedingt Deutschland.”
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Da kann Namibia wohl nur hoffen, dass sich die Schweiz oder Österreich qualifizieren. Haha !