Es gibt es nur etwa 30 wirklich wohlhabende Staaten
Und der Teufel kackt immer auf den größten Haufen. Aber die Frage, ob es auf Dauer gerecht ist, einen deutschen Kohlebergbau-Arbeitsplatz mit jänrlich 80.000 EUR zu subventionieren, um den armen Arbeiter vor der rauen Globalisierung zu schützen, während nur für dessen Krankenkassenbeitrag schon ein südafrikanischer Minenarbeiter gerne und viel arbeitet und damit stolz seine Famlie ernähren kann, wird ausgeklammert. Eine andere Welt ist möglich.
Der Süden fällt weiter zurück
- Das Spiegle Nr. 17, 23.4.2007, Panaroma Ausland
Nach Einschätzungen von UNO-Wirtschaftsexperten gibt es nur etwa 30 Staaten, die wirklich wohlhabend sind. Alle anderen Länder gelten zumindestens in einigen Bereichen als bedürftig und müssten mit Entwicklungshilfe oder anderen Investitionen unterstützt werden.
Jedoch fließt immer mehr Geld aus der Dritten Welt in Richtung Norden ab – voriges Jahr verstärkte sich dieses Phänomen auf besondern deutliche Weise. Die Experten der Vereinten Nationen errechneten einen Überschuss von insgesamt 784 Miliarden Dollar zugunsten der reichen Länder. Im Jahr 2002 waren es rund 230 Milliarden gewesen.
Anstatt zu Hause zu investieren, bringen die Wohlhabenden aus den Entwicklungsländern ihr Vermögen in Finanzparadiesen wie der Schweiz in Sicherheit.
Anderseits sichern sich ärmere Länder durch höhere Hartwährungsreserven besser gegen die Risiken des Welthandels ab. Die Asienkriese von 1997/98 hat diese Vorsichtsmaßnahme mit ausgelöst. Inzwischen haben viele Entwicklungsländer ihre Rücklagen von 30 auf 80 Prozent ihres Bruttoinlandspjrodukts aufgestockt. Dieses Geld fehlt jedoch in der Dritten Welt – um Lehrer zu bezahlen, Straßen zu bauen oder ganze Wirtschaftszweige aufzupäppeln.
Dies fällt dafür den reichen Nationen umso leichter: 2005 förderten die Industrienationen ihre Landwirtschaft mit insgesamt 283 Milliarden Dollar. Dank solcher Subventionen können reiche Länder ihre Erzeugnisse bei Bedarf unter Weltmarktpreis verkaufen.







Fr, Jun 8, 2007
Dossier Afrika, Deutsche Medien, Wirtschaft