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Gaddafi über afrikanische Bootsflüchtlinge: Alles nur Raffzähne aus dem Busch

Fr, Jun 12, 2009

Dossier Afrika

Das Treffen zwischen Latin Lover “Papi” Berlusconi und African-Union-Präsident Muammar al-Gaddafi liefert die erwarteten Ergebnisse: Unterhaltung pur.

Afrikanische-Union-Präsident Muammar al-Gaddafi beweist in Italien, wie afrikanische Solidarität funktioniert.Nachdem in letzter Sekunde verhindert wurde, dass Gaddafi beleidigt nach Libyen zurückgeflogen ist, weil Berlusconi ihn nicht persönlich am Flughafen abholen wollte, verstehen sich die beiden Frauenversteher wieder prächtig.

So auch in der Sache der afrikanischen Bootsflüchtlinge. Alle weg, so das Motto. Doch auch zu diesem Thema hatte Gaddafi dann wieder Ansichten, die selbst Berlusconi etwas peinlich waren.

Wie der Guardian berichtet, wies Gaddafi die Anschuldigung zurück, dass die Vereinbarung zwischen Italien und Libyen, nach der italienische Patrouillen Bootsflüchtlinge, die sich von den libyschen Küsten in Richtung Lampedusa aufmachen, noch auf hoher See aufgreifen und umgehend nach Libyen zurückschaffen dürfen, es Asylbewerbern unmöglich mache, den nötigen Schutz zu bekommen:

“This is one of the lies that is put about,” the colonel declared at a joint press conference after his talks with Berlusconi. “The Africans do not have problems of political asylum. People who live in the bush, and often in the desert, don’t have political problems. They don’t have oppositions or majorities or elections.”

The Libyan leader, who is also chairman of the African Union, went on: “These are things that only people who live in cities know. [Other Africans] don’t even have an identity. And I don’t mean a political identify; they don’t even have a personal identity. They come out of the bush and they say: ‘In the north, there’s money, there’s wealth’ – and so they go to Libya, and from there to Europe.”

According to the UN, an unusually high proportion of the migrants who cross from Libya are asylum seekers fleeing wars and disorder. But Gaddafi was having none of it. “Please, don’t take seriously this business about political asylum. The idea they are all asylum seekers makes you laugh sometimes.”

Da zuckt man unwillkürlich zusammen. Auf der anderen Seite, grübel, grübel, da sind in der Tat viele Wohlstandsflüchtlinge unterwegs. Es bleibt nur eine Lösung: Früher oder später wird es die EAU geben müssen — die Europäisch-Afrikanische Union. Ich würde mich auf sie freuen. Und Ihr?

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3 Antworten auf “Gaddafi über afrikanische Bootsflüchtlinge: Alles nur Raffzähne aus dem Busch”

  1. MartininBroda sagt:

    O bitte lieber nicht, auch wenn es natürlich überwiegend freundliche Länder gibt, wie ein gewisses Namibia, die es wahrscheinlich verdient hätten; die andere Frage ist, was macht man, was ja durchaus schon vereinzelt in kleineren Fällen vorgekommen ist, wenn ehemalige Kolonialvölker in diesen Zustand zurückwollten, das gäbe eine ziemliche Verlegenheit.

  2. Carl sagt:

    Ist eine schöne Vorstellung von Berlin nach Kapstadt ohne Visum reisen und die ganze Zeit in Euro zahlen können.
    Aber auf der anderen Seite wo bleibt da der Spaß?

  3. petra sagt:

    Ich finde diesen Artikel wirklich sehr interessant für mich!Ich weiß das alles nicht!Vielen Dank an den Autor für den guten Beitrag!

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