A A
Werde Fan der i-Namibia-Facebook-Fanpage
Zwitschernd wie ein Strandläufer - i-Namibia on Twitter
Der coole i-Namibia-YouTube Kanal
Den i-Namibia-RSS-Feed abonnieren

Tierschützer aufgepasst: Menschen nicht mit Tieren gleichsetzen

Mo, Feb 16, 2009

Dossier Deutsche Medien, Politik

Henryk M. Broder, Reporter beim Spiegel, Kolumnist bei der Weltwoche und Mitglied der Achse des Guten, kommentiert nachträglich die kontrovers diskutierte „Holocaust auf Ihrem Teller“-Kampagne der PETA-Deutschland in einem Interview auf Telepolis zum im Februar erscheinenden Buch “Skandal! Die Macht öffentlicher Empörung.“:

Sprachlos bin ich fast nie. Nur einmal: Die Tierschutzorganisation PETA hatte in einer ihrer Anzeigenkampagnen Hühner in Käfigen neben Menschen im KZ abgebildet. Ich habe damals den Auftrag bekommen, einen Essay über die Kampagne zu schreiben, doch ich konnte einfach nicht. Ich war noch nicht einmal in der Lage, etwas dazu sagen. Das Bild hat mich stumm gemacht. Viele haben “Antisemitismus” gerufen, nachdem sie das Foto gesehen hatten – ich nicht.

Foto von Anzeigenmotiv der Peta-Kampagne Holocaust auf ihrem Teller

Ich dachte nur: Man kann doch nicht um jeden Preis die größte zur Verfügung stehende Keule herausholen. Auschwitz darf kein Maßstab sein. Die Kampagne war so schrecklich, dass ich gar nichts damit zu tun haben wollte, ich wollte noch nicht einmal dagegen sein – und ich wollte es auch nicht begründen müssen. Denn eine fortschrittliche Gesellschaft zeichnet sich nicht dadurch aus, dass man über alles reden kann, sondern dass es Grundsätze gibt, die außerhalb jeglicher Diskussion stehen. Man darf Frauen nicht vergewaltigen, Kinder nicht schlagen, Homosexuelle nicht verfolgen und Menschen nicht mit Tieren gleichsetzen. Sobald ich anfange, solche Selbstverständlichkeiten argumentativ zu begründen, legitimiere ich inhumane Positionen.

Ich wollte noch nicht einmal dagegen sein. Spot on!

Bookmark and Share

Antwort hinterlassen

Login with Facebook:

iBraveNewWarrior

www.bergeundmeer.de
Afrigator Afrika afrika süd Allgemeine Zeitung ANC Apartheid Boeren Cherryflava Damara DDR Der Spiegel Deutsche Deutschland Deutschsprachige Namibier Doro Grebe Genozid Herero Honecker Hottentotten issa Jacob Zuma Jerry Ekandjo Marxismus Medien-Deutschland Medien Namibia Medien Südafrika Nama Namibia Namibia Tourism Namslang Nando's Nujoma Owambo san Schwarzafrikaner Spiegel-Spezial Afrika SPON SWAPO Südafrika Südwesterdeutsch Völkermord Web 2.0 WM 2010 Youtube Zimbabwe
Ad Ad Ad Ad

Abonniere den i-Namibia-Feed

RSS-Feed abonnieren
Anzahl der aktuellen RSS-Abonnenten

Erhalten Sie die neuesten Beiträge in Ihrer Inbox. Ihre Daten sind sicher und werden unter keinen Umständen weitergereicht. Sie können den Service jederzeit wieder abbestellen. Punkt!

Geben Sie bitte Ihre gültige E-Mail-Adresse ein:



Zur endgültigen Aktivierung des Abos erhalten Sie vorab noch eine Bestätigungsnachricht per E-Mail.

Der Service wird bereitgestellt von FeedBurner

Friendfeed