Rand und Namibia-Dollar fallen und Touristen grinsen
Der Rand und der mit ihm paritätisch gekoppelte Namibia-Dollar verlieren im Zuge der Turbulenzen an den Finanzmärkten weiterhin dramatisch an Wert.
Der Rand wurde heute morgen in Johannesburg bei 11,59 pro Dollar gehandelt, etwas besser als gestern, als der niedrigste Stand seit März 2002 bei 11,87 erreicht wurde. Gestern alleine ist der Rand 9,5% gefallen und hat damit in diesem Monat insgesamt schon über 29 Prozent gegenüber dem Dollar verloren — dies ist der höchste Verlust gegenüber dem Dollar unter den 16 wichtigsten Währungen der Welt.Â
Devisenexperten gehen davon aus, dass die südafrikanische Währung weiter unter Druck kommen dürfte. So lange die Turbulenzen an den Finanzmärkten sich nicht beruhigen, wird es für den Rand keine Stabilität geben. Als Hochzinswährung hat der Rand sehr lange davon profitiert, dass institutionelle Investoren in der Ersten Welt ihr Kapital in so genannten Carry Trades an den höherverzinslichen Märkten der Schwellenländer angelegt haben. In Zeiten höherer Risiken werden diese Engagements natürlich zurückgefahren.Â
Doch neben den Turbulenzen auf den Finanzmärkten tragen auch eine Reihe struktureller Probleme wie das notorisch hohe Handelsbilanzdefizit am Kap zur wachsenden Unsicherheit bei. Die politischen Scharmützel in Folge der Machtübernahme Zumas und seiner Verbündeten aus der Gewerkschaft und der Kommunistischen Partei machen die Situation auch nicht besser.
Der einzige Lichtblick bleibt die Tatsache, dass Südafrika und Namibia immer billiger werden für Ausländer: Paradiesische Zeiten für Touristen! Also kommt in Scharen und bringt Eure Devisen ins Land — das ist Entwicklungshilfe par excellence!







Do, Okt 23, 2008
Dossier Tourismus, Wirtschaft